Diese
Bezeichnung habe
ich bewusst ausgewählt, weil sie meines Wissens von keiner akademischen Richtung
gebraucht werden. Auch wenn meine Arbeit zusammen gefasst als eine
Verbindung von Verhaltens-, Gesprächs- und Psycho-Therapie ist, soll sie sich
durch diese Wortschöpfung ganz bewusst von anderen therapeutischen Angeboten
abheben; dies meine ich nicht im Sinne einer Bewertung oder Ausgrenzung irgendeiner
psychologischen Schule oder Richtung. Vielmehr soll jedem interessierten Hilfesuchenden
von vornherein klarsein, dass meine Therapie sich nicht auf irgendwelche staatliche Examina
einer bestimmten psychologischen Richtung gründet. Ich bin definitiv kein Ideologe der
Schulmedizin, die den Menschen in seiner Komplexität nie hat begreifen
können - abgesehen natürlich von einzelnen herausragenden
Persönlichkeiten -, ihn
stattdessen zerstückelt, zerkleinert, begradigt, ihn in das Denkschema einer
präferierten Schule zwängt. Vielmehr handelt es sich hier um ein synkretistisches System
mit der Integration wesentlicher Modelle, Denkrichtungen und verschiedener Schulen, und das Leben selbst
war und ist mein wichtigster Lehrmeister. Zwar habe ich sowohl eine theoretische
Ausbildung in PRAKTISCHER PSYCHOLOGIE an einem staatlich anerkannten Privat-Institut absolviert, als auch eine
zusätzliche spezielle Ausbildung als SUCHTKRANKENHELFER; aber ich will auf jeden Fall vermeiden, dass Sie an einen Titel
glauben oder an mich, Sie sollen an sich glauben und Ihre eigene Kraft: Je größer Ihre
Hoffnung, desto größer Ihre Selbstheilungskräfte. Aber auch aus anderen Gründen liegt mir sehr viel an diesen Erstkontakten. Denn im Gegensatz zu vielen niedergelassenen Therapeuten, deren Engagement auf Grund überfüllter Wartezimmer zwangsläufig oft begrenzt ist, kann und will ich mir meine Klienten selbst aussuchen. Es ist reine Zeit- und Energieverschwendung, mit Klienten zu arbeiten, die offensichtlich nicht gewillt sind, aus ihrem Problemkreis auszusteigen, um ihr Leben selbst zu bestimmen. Für mich aber ist die Einstellung auf wenige, motivierte Klienten anstelle der unpersönlichen Massenabfertigung vorrangig. Das aber heißt: hilfesuchende Personen sollen in ihrer Entscheidung, das eigene Leben selbstverantwortlich in die Hände nehmen zu wollen, unterstützt und gefördert werden - also motiviert. MOTIVATIONS-THERAPIE bedeutet demnach nichts anderes, als Irrtümer aufzuzeigen und zu beseitigen, die »wahren« Beweggründe (= Motive, Motivationen) zu ersetzen durch vernünftige, echte und realistische. Es geht darum, durch Analyse der Argumente, des ganzen Lebensplans, dieser Irrtümer habhaft zu werden und sie durch die Erkenntnis der Ursprünge zu überwinden. MOTIVATIONS-THERAPIE ist also die Möglichkeit, falsche Beweggründe - Irrtümer - zu beseitigen und durch echte Motive zu ersetzen, die im tiefsten Einklang mit dem Klienten selbst stehen. Dazu aber ist es notwendig, diese Zusammenhänge zu erkennen, die zeigen, wie eine durch Irrtümer in die Wege geleitete fehlerhafte Entwicklung eines Menschen zu einer Tragödie werden kann. Ich will also versuchen, mit Ihnen gemeinsam in Ihnen die Fähigkeit zu erwecken, selbst Ihren Veränderungsprozess einzuleiten, indem Sie das ganze Potential Ihrer eigenen aufbauenden Kräfte entdecken und diese zu nutzen lernen; ich will Ihnen den Weg zeigen, wie Sie das Heilpotential Ihrer eigenen Psyche erleben und zu Ihrer Genesung einsetzen können. Denn unser Körper hat nicht nur im physischen Bereich die Möglichkeit, sich selbst zu heilen, indem er beispielsweise eine Wunde schließt. Vielleicht haben Sie bei diesem so vertrauten und alltäglichen Vorgang schon einmal selbst beobachtet, dass der Erfolg bzw. die Zeit der Wundheilung wesentlich von Ihrem inneren Lebensgefühl abhängt; d.h., wenn Sie die Heilung wirklich wollen, geht sie in der Regel schneller voran, als wenn es Ihnen gleichgültig ist. Ich gehe also davon aus, dass Sie in sich selbst eine Fülle von Hilfsmitteln für Ihr Selbstverständnis, für die Änderung Ihres Lebenskonzepts, Ihrer Einstellungen und Verhaltensweisen haben und vor allem grundsätzlich die Möglichkeit, diese enormen Hilfsquellen anzuzapfen und zu nutzen. * Was aber unterscheidet meine
Arbeit von dem reichhaltigen Angebot auf dem Therapiemarkt? Wenn Psychotherapie sich als ein Wissen und Instrumentarium versteht, das dem ganzen Spektrum von Beschwerden, Störungen und Problemen verschiedener Klientengruppen gewachsen sein will und auf Effizienz abzielt, muss sicher sehr viel stärker auf die soziokulturelle Eigenart des Klienten, auf seine gegenwärtige Lebenssituation und Lebensform, auf sein individuelles Wertesystem und eben auf seine Weltanschauung eingegangen werden. Dies gilt auch für die Überlegung, ob die für alle natürlichen wie sozialen Phänomene gültigen Ergebnisse der naturgesetzlich-prognostisch orientierten Psychologie ausreichen, um das m.E. nach wesentlich komplexere, dynamischere, ja, bisweilen chaotische intrapsychische System des Lebens erklären zu können. Die Therapie muss also nicht nur subtil und differenziert genug sein, um die kulturellen, sozialen und individuellen Ausgestaltungen nicht zu nivellieren. Sondern sie muss über diese offensichtlichen Faktoren hinaus den weltanschaulichen Hintergrund des Klienten berücksichtigen, den spirituellen Bereich, weil die Prägungen seines Über-Ichs immer Prägungen aus bestimmten moralischen Verwicklungen oder aber das Fehlen derselben sind, auch wenn sie noch so tief verborgen liegen. Die Analyse jedes einzelnen Klienten sollte somit ein offenes System darstellen, das die Tore für völlig neue Wege und Explorationen offen lässt. Und da jedes Erleben für eine ganz andere subjektive Wirklichkeit steht - weder werden zwei Betrachter eines bestimmten Bildes noch zwei Zuhörer derselben Musik zu identischen Erfahrungen gelangen; ja, nicht einmal ein jeder für sich, hört er die Musik zwei Tage später in einer vielleicht ganz anderen Verfassung - dürfen die sogenannten Symptome niemals als universale gleichartige Beschreibungen einer konkreten seelischen Befindlichkeit behandelt werden. Sicher mag die Art der Angstsymptome auf einen bestimmten Ursprung hindeuten, doch das ursprüngliche Erlebnis in seiner elementar destruktiven Gewalt darf damit nicht wegrationalisiert und schematisiert werden. Leider steckt hinter vielen Bestrebungen der verschiedenen psychologischen Lehrrichtungen der notwendig misslingende Versuch, Psychologie als eine empirische Realwissenschaft zu betreiben. Damit aber will sie die individuellen Besonderheiten des Menschen nicht wahrhaben und lässt sich in der Behandlung vom Hilfesuchenden nicht von diesem leiten und selbst an den Punkt der Verletzung führen, sondern versucht, ihn in die ganz spezielle Richtung einer bestimmten Schule zu führen, ihn diesem ganz speziellen Schema zu unterwerfen. Damit aber wird der Mensch auf eine berechenbare Maschine reduziert und das eigentliche Problem - nämlich die Dynamik des Seelenlebens und ihre absolut einmalige Ausbildung bei jedem einzelnen Menschen - wird ausgeklammert. Aber nur eine Einstellung, welche nicht durch vorschnelle oberflächliche Urteile und Vereinfachungen die Möglichkeit der völlig individuellen Analyse ausschließt und die große Vielgestaltigkeit des ganz persönlichen Lebensphänomens respektiert, kann zu einer erfolgreichen Heilung führen. Das Ergebnis der Beratung oder Analyse darf somit also auch nicht zwangsläufig die Einordnung des einzelnen Klienten in das Kollektiv sein, um ihn den Normen der Gesellschaft anzupassen. Das würde zu einem ganz unnatürlichen Zustand führen - und neue (Versagens-)Ängste hervorrufen. Es gibt keine Regeln für die Zeit, die für eine erfolgreiche Analyse benötigt wird, weil der Erfolg letztlich von der uneingeschränkten Bereitschaft des Klienten abhängt; erfahrungsgemäß sind aber min. 10 - 20 Sitzungen notwendig, wenn es sich um eine tiefgreifende Problematik handelt. Sollte in dieser Zeit kein sichtbarer Fortschritt, keine offensichtliche Entwicklung vorangehen, ist meines Erachtens DER KLIENT NOCH NICHT BEREIT, WIRKLICH SEIN LEBEN ZU ÄNDERN! Diese Zeit teile ich in drei Abschnitte:
In dieser Zeit sollen Sie also
lernen, Ihr »Wirklichkeitsbild« zu überprüfen und zu korrigieren. Und da die Menschen
in unserer Gesellschaft darauf programmiert sind, alle Bequemlichkeit auf Knopfdruck zu
bekommen, alle Lust stets sofort befriedigen zu müssen, sollen Sie - nur
als Beispiel! - lernen, die normale
Spannung zwischen Bedürfnis und Befriedigung auszuhalten. Sie sollen erkennen,
dass wir
ständig unsere Ansprüche steigern im gleichen Maße, wie unsere Maßstäbe fallen; und
das kann Sie nicht lebens- und überlebensfähig machen!
Je mehr Sie von sich selbst wissen, um so größer sind Ihre Chancen, sich richtig zu verhalten und darüber hinaus den anderen richtiger einzuschätzen: seine Motive, Reaktionen und Ziele zu begreifen. Ich möchte Sie also dahin führen, den letzten ängstlichen Anspruch auf umfassende Kontrolle im Alltag aufzugeben; wohlgemerkt: es geht hier nicht um ein unkontrolliertes »sich gehen lassen«, sondern den neurotischen Anspruch aufzugeben und trotz der notwendigen natürlichen Kontrolle die volle Dynamik des Lebens zuzulassen, das Leben »an sich« über Ihren Wunsch nach Kontrolle zu stellen. * Es gibt viele Gründe für die
Angst, ihre Symptome und ihre Geheimnisse. Die Teile und Facetten stützen sich, verschließen
und stärken sich gegenseitig, scheinen unentwirrbar ineinander verwoben. Wenn das nicht
so wäre, könnte man den Betroffenen eine Spritze mit diesem oder jenem Medikament geben,
und er wäre von seiner Last befreit. Aber diese Symptome setzen sich aus vielerlei
Wünschen zusammen und dienen vielen Zwecken, und darum ist es so schmerzhaft, sich von
ihnen zu befreien. Erschwerend kommt dazu, dass Gedanken und Wünsche sich im Laufe der
Jahre in Erinnerungen wandeln mit denen wir dann leben, als seien sie tatsächlich
geschehen. Und die Erinnerung an geschehene Verletzungen ändert sich ihrer Form nach
vielleicht nicht, aber jahrelange Wiederholung, und damit Verstärkung, gibt ihr ein
Gewicht, das ungeheuer werden kann. In jedem dieser vielen, vielen Fälle, in denen Sie
aufgefordert sind, sich an die Kälte der Verlassenheit, die Ablehnung, an die Einsamkeit
zu erinnern, sagt diese Erfahrung tief in Ihnen: "Siehst du, so ist das Leben."
Und so halten uns die Geister der Vergangenheit bis in die heutige Gegenwart beschäftigt.
Darum fordere ich Sie auf, all diese Jahre Ihrer Wirklichkeit aufzugeben und
einzutauschen gegen eine andere, neue Sicht der Welt. Sie haben sich ein
Image geschaffen, ein Bild, hinter dem sich die wahre Person immer versteckt. Doch mit der Erkenntnis, der intellektuellen Wahrnehmung der traumatischen Verletzung, sind die Bilder noch nicht ausgetrieben. Nun beginnt die mühevolle Kleinarbeit des Löschens der alten Bilder und des Ersetzens durch neue, positive Momentaufnahmen, die diese neue Gegenwart mit einer positiven Zukunft ausfüllen. Denn ein weiteres Symptom der Angst-Störung ist die Schwierigkeit, an ein Morgen zu denken; die Zukunft ist ein großes schwarzes Loch. Es geht also darum, das erwachende Ego zu motivieren und zu trainieren, dass es die lähmende Kraft des Unbewussten überwindet und den reifenden Menschen - Sie - von der Sehnsucht befreit, in den glückseligen Zustand der frühesten Kindheit zurückzukehren. Sie müssen erkennen, dass Sie sich insgeheim die Sehnsucht nach der nie gelebten Kindheit erfüllen wollen und der Angst vor dem Leben und den Forderungen der Anpassung an die Umwelt entziehen mit der Tendenz, sich in Ihre Phantasien zurückzuziehen und ein Kind zu bleiben Seien Sie getröstet: Sie sind nicht allein! Im Grunde sind die meisten normierten Erwachsenen nichts anderes als ein Haufen großer Kinder, die mit ihresgleichen herumtollen und hoffen, von den anderen nicht gehänselt zu werden oder sich in Bewährungssituationen nicht zu blamieren, zu versagen. Somit aber sind sie ständig abhängig vom Urteil und der Anerkennung anderer. Doch hat auch diese »Harmonie« ihren Preis. Wenn sie auf dem Boden unterdrückter oder nicht bewusster Wünsche und Sehnsüchte nach Ungebundenheit, Freiheit, Triebhaftigkeit gedeiht, dann führt diese ständige Verdrängung u.U. in Unlust und Angst, Niedergeschlagenheit und Depressionen. Vielen gelingt es, sich mit eiserner Disziplin aus ihrem Schattendasein zu einem funktionierenden Mitglied der Gesellschaft zu wandeln. Und doch ist das alles meist nur wertloser Schein in einer persönlichkeitsfremden Gesellschaft, die den Sinn des Lebens normiert hat. Die analytische Arbeit nun
sollte eine beschleunigte Reifung zu einem selbstständigen und verantwortungsvollen Leben
einleiten, sie sollte eine INITIATION IN DIE WIRKLICHKEIT DES ÄUßEREN LEBENS sein und damit zur Vollendung der ersten Hälfte des Erwachens zum
Erwachsenen werden. Natürlich erfordert die Annahme einer solchen Vorstellung eine
gewaltige Änderung der Denkgewohnheiten. Denn der Mensch ist ein Produkt seiner Anlagen und
seiner Selbsterziehung. Aber diese Selbsterziehung gründet ja auf angelernte und meist
auch nicht überprüfte Verhaltensregeln aus der Erziehung und ist somit oft nur ein
Fortsetzen anstelle eines greifbaren persönlichen Fortschritts. Und so zwingt uns die
scheinbare Unausweichlichkeit in der Gegenwart unseres ganz persönlichen Lebens eine
Entscheidung auf: entweder wir setzen unsere gegenwärtige Lebensweise fort, bis ein
endgültiger Zusammenbruch uns die Entscheidung aus der Hand nimmt. Oder aber es kommt
dazu, dass wir willens werden, das Dilemma in unserem Herzen zu sprengen und uns zu einer
anderen Lebensbetrachtung und Lebensbewältigung zu erziehen. Und dann dann müssen Sie in Ihrer neugewonnenen Freiheit mit der offensichtlichen Unfreiheit der meisten Menschen in Ihrer Umgebung fertig werden, freudig und begierig leben, weil es für Sie eine Gegenwart und eine Zukunft gibt in einer Umgebung, die sich nicht mit Ihnen verändert hat. Aber es braucht viel Leid, um einen Menschen erwachsen werden zu lassen, und viele Prüfungen, um seinen Charakter zu schleifen; und Sie sind nicht allein! * An den Wurzeln der inneren Not steht also ein Versagen, besser: ein Zurückziehen des Bewusstseins vor der Wirklichkeit der Welt und der Menschen. Und die Mauer, die wir um uns errichten, dient allein dazu, die Verletzungsgefahr zu bannen. Und doch ist da diese Ambivalenz, dieser Zwiespalt: sich bloß nicht zu weit aus dem Seelenbunker rauswagen, bloß niemanden zu nahe an sich herankommen lassen - obwohl man sich nichts sehnlicher wünscht! Die Störung will den Betroffenen davon abhalten, sie beim Namen zu nennen. Er soll so tief drinstecken, dass er nicht in der Lage ist, die Worte: "Hilf mir!" auszusprechen. Die Scham darüber, anders zu sein als DIE ANDEREN, soll ihm den Mund verschließen; obwohl auch das eine Lüge ist. Denn woher wissen wir, ob es DEM ANDEREN nicht genauso geht, dass aber auch ihn Scham und Entsetzen davon abhalten, Hilfe annehmen zu wollen?! Darum müssen Sie sich wehren, Ihre Situation durchdenken und die Angstauslöser erkennen; Sie können vor allem unter Mithilfe einer neutralen Person verstehen lernen, woher Ihre Angst kommt, also den Blick von der Wirkung auf die Ursache lenken. Aber dazu müssen Sie die Entscheidung treffen, Hilfe annehmen zu wollen!
Sicher haben Sie in dieser kleinen Abhandlung den einen oder anderen Punkt vermisst. Aber es ist einfach unmöglich, im Rahmen dieser Information auf die vielen Aspekte der Angst einzugehen; dafür würde nicht einmal ein Buch ausreichen. Es geht mir auch vielmehr darum, Sie auf verschiedene Möglichkeiten der Wahrnehmung und Bewältigung der Angst hinzuweisen, grundsätzlich zu versuchen, der Angst ihre Angst zu nehmen, indem Sie sie auf das reduzieren, was sie im Normalfall ist: einerseits ein Indikator für Gefahr, und darüber hinaus ein Anzeichen für Veränderung, Entwicklung. Vielleicht haben Sie sich von dem einen oder anderen Satz direkt angesprochen gefühlt, vielleicht waren Sie sogar hier und da verärgert über meine Behauptungen, was ich sehr für Sie hoffe; denn da können Sie anfangen! Ich habe meine Gedanken zur Angst so offen dargelegt, damit Ihnen von Anfang klar ist: ich bin nicht bereit, über lange Zeit Ihren Schutzschild zu akzeptieren, sondern werde sehr bald schon beginnen, Sie mit der Realität zu konfrontieren. Bevor Sie sich für meine Mit-Hilfe entscheiden, sollen Sie ganz klar wissen, dass ich nur hinter Ihnen stehe, wenn Sie zu sich Selbst stehen wollen! Ich will mit meinen Gedanken keineswegs die Schwere der subjektiv empfundenen Belastung wegreden, sondern den Blick von der Wirkung auf die Ursachen lenken, vom destruktiven Fehlverhalten hin zur konstruktiven Erkenntnis und aktiven Bewältigung der Ursachen. Denn der Reifungs- und damit Gesundungsprozess liegt fast ausschließlich in Ihren Händen! Die Therapie ist ein Abenteuer, das Abenteuer ICH. Der Mensch, dessen Auffassungen über den Sinn des Lebens, den Sinn seines Lebens gestört sind, wird zu einem unharmonischen, einem unzufriedenen Menschen werden, dessen Wohlbefinden gestört ist. Glücklich kann sich der schätzen, der sein Leben mit allen Freuden und allen Schmerzen aus tiefstem Herzen vollständig und ohne Vorbehalt akzeptiert. Darum lade ich Sie hiermit ein, von der gebotenen Möglichkeit Gebrauch zu machen. Begeben Sie sich auf die Reise zu sich selbst! Ich sage nicht, dass es leicht sein wird. Ganz im Gegenteil kann dies zur schwierigsten, aber auch wichtigsten Entscheidung Ihres Lebens werden. Ich kann Sie nicht gesund machen und ich will Sie nicht gesund machen gegen Ihren eigenen Willen. Aber ich werde versuchen, Ihnen bei dieser Umstellung zu helfen, indem ich versuche Ihnen die Gelegenheit zu bieten, sich einem erträglichen Teil jenes Traumas auszusetzen, das Ihre verzerrte Verhaltensweise motiviert, sodass Sie fähig werden, jenes Maß an persönlicher Fertigkeit zu erwerben, das Sie für den reifen Lebensgenus benötigen. Und wenn Sie mit aller Stärke und Geduld, die Sie haben, kämpfen wollen, werden wir es gemeinsam schaffen; denn ich bin bereit, Sie auf diesem mitunter langen, sicher aber ungemütlichen und anstrengenden Weg zu begleiten, damit auch Sie diese Wahrheit erkennen: Furcht ist
lebensfeindlich, |
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© Frank M. Finke |
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